Online-Marketing: Es kommt drauf an.

Der Reiz des Neuen in Gestalt von Online-Marketing ist nachvollziehbar. Aber früher wie heute bleibt die Ausgangsfrage: Wo erwische ich meine Zielgruppe und mit welchem Aufwand?

Online-Marketing ist immer dort stark, wo sich die Zielgruppe gewissermaßen erst selber identifizieren muss. Wie finde ich die Menschen, die gerade ein Problem haben, weil sie in einen Verkehrsunfall verwickelt waren? Durch eine Interaktion mit einer Social-Media-Anzeige gibt sich ein potentieller Mandant zu erkennen. Dieser Person nun einen Blogbeitrag “Verkehrsunfall: Welche Ansprüche stehen mir zu?” zu empfehlen und anschließend ein unverbindliches Telefongespräch anzubieten, kann zielgerichtet in die Mandatierung führen.

Wenn Sie Eheverträge aufsetzen und Facebook Ihre Anzeige all denen ausspielt, die kürzlich ihren Beziehungsstatus auf “verlobt” geändert haben, macht das Sinn. Facebook kann im Laufe der Kampagne sogar weitere Zielgruppeneigenschaften erkennen, die sogenannte Lookalike-Audience daraus formen und die Targetierung weiter optimieren. Das kann das lokale Anzeigenblatt nicht.

Wenn Sie Börsengänge begleiten oder Unternehmen gegenüber der BaFin in Anhörungsverfahren vertreten, wird Ihnen Facebook allerdings wenig helfen. Die Gebühren für die erweiterten Suchfilter auf LinkedIn könnten dann das bessere Investment sein.

Es gibt sogar Mandantengruppen, die gar nicht online sind. Erbrechtler kennen solche Zielgruppen. Targeting ist ein Begriff aus dem Online-Marketing, aber die Grundsätze einer genauen Zielgruppenbestimmung und Zielgruppenansprache gelten genauso in der klassischen Print-Werbung.

Die Wahl des Kommunikationskanals sollte stets von der Zielperson her gedacht werden. Wenn sie auf Instagram ist: Warum sind Sie nicht da?

Hinzu tritt die Frage nach der Effizienz des Marketingkanals: Wie groß ist der Streuverlust? Welche Budgets sind zu investieren? Was kostet Sie letztlich ein Mandant auf welcher Schiene? Und wieso kommt mir das Briefporto plötzlich so günstig vor?

Wenn Sie sich voll auf Ihre Anwaltstätigkeit konzentrieren und Ihr Kanzleimarketing professionalisieren wollen, sollten wir sprechen.